Tödliche Verkehrsunfälle -

Insekten an der Windschutzscheibe

Auszüge aus einem Interview von Spiegel Online mit dem Fotografen:


SPIEGEL ONLINE: Woher hatten Sie Ihre Fotomodelle, also die toten Insekten?

Steger: Das Problem war, dass man Viecher, die an einem Auto zermatscht sind, nicht abkratzen und dann fotografieren kann. Also habe ich mir einen Trick ausgedacht: Ich habe mein Auto mit alten Plastiktüten zugepflastert und bin damit herumgefahren. Die Insekten, die darauf hängen geblieben sind, konnte ich anschließend einfach ausschneiden.

SPIEGEL ONLINE: Und dann?

Steger: Das Problem war, dass der vergangene Sommer sehr trocken war und es kaum Insekten gab. Ich bin einmal von München bis nach Erlangen gefahren, doch die Ausbeute war eine einzige Fliege.

SPIEGEL ONLINE: Sie hatten ja sicher eine Deadline für den Fotoauftrag.

Steger: Ja, es war absurd. Ich konnte einfach keine Insekten heranschaffen. Zum Glück musste ich beruflich nach Genua. Auf der Strecke liegen Reisfelder, die vor Insekten wimmeln. Man konnte hören, wie sie auf der Kühlerhaube aufschlugen. Das war ein goldener Moment. Tatsächlich sind fast alle meine Models, die in der Fotostrecke zu sehen sind, Italiener.

SPIEGEL ONLINE: Wie funktionieren solche mikroskopischen Aufnahmen technisch?

Steger: Erst habe ich die Tiere an der Luft getrocknet, dann werden Sie mit Gold bedampft, damit sie elektrisch leitend werden, und anschließend in einer Vakuumkammer mit einem Elektronenstrahl abgetastet. Mit diesen Daten kann man Bilder erzeugen.

Der gesamte Artikel im Original findet sich HIER.


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[Fanpost?]


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